Elbuferwanderweg vom Fischmarkt nach Wedel

Unterwegs
Am nördlichen Ufer der Elbe entlang verläuft der ca. 20 Kilometer lange Elbuferwanderweg zwischen dem „Fischmarkt von St. Pauli“ und dem „Willkomm Höft“ im holsteinischen Wedel. Weit weg vom Autoverkehr, aber die großen Schiffe immer im Blick, genießen hier die Hamburger zu jeder Jahreszeit das schöne Wetter bei einem Spaziergang am Wasser. Dann hat man das Gefühl, ganz Hamburg ist zusammen mit Freunden und Hund hier unterwegs. Auf dem Weg befinden sich zahlreiche Cafés, Restaurants und Strandbars sowie viele Sehenswürdigkeiten und kulturelle Höhepunkte.

Blankenese und Elbuferwanderweg mit Insidertipps

Hamburgs schöne Seite abseits des Tourismus! Blankenese und Elbufer mit herrlicher Natur, aber auch interessantem Kulturgut. Insidertipps waren interessant und lecker.... Bildquelle: Eigenproduktion...

Die Elbe – Ebbe und Flut im ewigen Wechsel

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Zu Fuß die Elbe abwärts

Elbuferwanderweg - Foto: Hartmut Podeyn

Wo laufen sie denn?

Wenn du den ganzen Elbuferwanderweg mit seiner Länge von 20 Kilometern vom „Fischmarkt von St. Pauli“ bis zum „Willkomm Höft“ ablaufen möchtest, solltest du etwas Zeit einplanen. Die Strecke lässt sich aber auch gut in kürzeren Teilen erkunden.
Gut zu erreichen sind die Stationen Altona/Fischmarkt und Neumühlen/Övelgönne mit den HVV-Hafenfähren der Linie 62 oder den Buslinien 111 und 113. Nach Övelgönne kommst du auch gut mit der S-Bahn / Bahnhof Altona und dann zu Fuß Richtung Elbe, am Altonaer Rathaus vorbei über den Altonaer Balkon.
Nach Teufelsbrück fährst Du mit der S-Bahn zum Bahnhof Klein Flottbek und gehst durch den Jenischpark zur Elbe (ca. 1500 m), oder Du nimmst die HVV-Hafenfähren Linie 62 und 64 (Umsteigen in Finkenwerder). Der Jenischpark mit einer Größe von 24 Hektar wurde einst im 18. Jahrhundert von Caspar Voght geschaffen. 1927 wurde der private Park zunächst von der Stadt Altona gepachtet und dann 1939 erworben und damit der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der unweit gelegene Botanische Garten ist ebenfalls einen Spaziergang wert.
Blankenese erreichst du mit der S-Bahn. Zu Fuß oder mit der Busline 488 (der sogenannten Bergziege) geht es dann vom Bahnhof durch das Treppenviertel an den Elbstrand. Rundgänge mit dem Schwerpunkt Treppenviertel führen vorbei an Gründerzeithäusern, der Kirche am Markt, durch Parks, Treppen hinab und hinauf.
Nach Wedel kommst du mit der S-Bahn. Zu Fuß gehst du ca. 1500 m durch die Bahnhofsstraße nach Schulau zur Elbe. Schulau ist ein Ortsteil der Stadt Wedel im Kreis Pinneberg in Schleswig-Holstein. Hier am Schulauer Fährhaus, dem „Willkomm Höft“, endet bzw. beginnt der Elbuferwanderweg.
Övelgönne am Elbwanderweg - Foto: Hartmut Podeyn

Övelgönne

… wo die Himmelsleiter, eine steile Freitreppe, den Elbwanderweg mit der Elbchaussee verbindet.
Einer Überlieferung zufolge kommt der Name von „Übel gegönnt“ (övel gönnt) und deutet auf die Missgunst der Ottensener Bevölkerung gegenüber den Övelgönnern hin. Diese hatten aufgrund ihrer flussnahen Wohnlage die Möglichkeit, sich wertvolles Strandgut, das die Elbe freigab, vor allen anderen anzueignen.
1674 wurde Övelgönne erstmals im Kirchenbuch der Gemeinde Ottensen erwähnt, zu der der Ort gehörte. Heute verbindet man mit Övelgönne den Museumshafen, die alten Kapitäns- und Lotsenhäuser, den Elbstrand mit der „Strandperle“ und den „Alten Schweden“.
Der Verein „Museumshafen Oevelgönne“ betreibt am Fähranleger Neumühlen einen Hafen für historische Motor-, Dampf- und Segelschiffe. Die Schiffe sind fahrtüchtig und auch öfter unterwegs.
Auf Höhe eines Lüftergebäudes des Elbtunnels befindet sich ein kleiner Weg. Dort kannst du dich vom Charme der liebevoll restaurierten Kapitäns- und Lotsenhäuser des Övelgönner Wegs in eine andere Zeit versetzen lassen.
Eines der schönsten Fleckchen an der Hamburger Elbe ist der Strand bei Övelgönne. Doch zusätzlich findet sich dort eine weitere Perle, die Kultbar am Elbstrand „Strandperle“. Die Strandperle ist längst kein Geheimtipp mehr. Dorthin zieht es den Hamburger, um im Sand zu sitzen, den Blick über die Elbe schweifen zu lassen, den Schiffen hinterher zu träumen und die romantische Stimmung am Abend zu erleben.
Im September 2000 wurde bei Baggerarbeiten zur Fahrrinnenvertiefung der Elbe in ca. 15 Meter Tiefe ein Findling großen Ausmaßes gefunden. Heute liegt er als „Alter Schwede“ am Elbstrand. Er hat ein Gewicht von 217 t und einen Umfang von fast 20 m. Seine Höhe beträgt etwa 4,5 m.
Blankenese - Foto: Hartmut Podeyn

Blankenese

Der Name setzt sich höchstwahrscheinlich aus den beiden plattdeutschen Wörtern blanke und Nese zusammen, was so viel wie helle, reine Nase bedeutet. Gemeint war damit wohl eine Landzunge, die bei Flut überspült wurde und bei Ebbe sauber glänzend dalag. Sie wurde jedoch bei einer Sturmflut im 17. Jahrhundert davongerissen.
Blankenese ist einer der schönsten Stadtteile Hamburgs – und einer der reichsten. Das verwundert nicht bei dem traumhaften Ausblick über die Elbe. Nicht umsonst heißt eine alte Volksweisheit in der Hansestadt: „Mehr als Blankeneser kann ein Hamburger nicht werden“.
Im Osten von Blankenese liegt Baurs Park. Seine Serpentinenwege am Hang geben immer wieder malerische Ausblicke auf die Elbe und an klaren Tagen sogar bis zu den Harburger Bergen. Zwischen 1802 und 1817 erwarb der Altonaer Kaufmann und Reeder, Konferenzrat Georg Friedrich Baur, nach und nach elf Grundstücke am nördlichen Elbhang in Blankenese. Gleich zu Beginn ließ er sich dort den Kanonenberg aufsetzen, von dem aus er seine eigenen einlaufenden Schiffe beobachten und mit Böllerschüssen begrüßen konnte. Der Süllberg im Westen von Blankenese gehört mit 75 Metern Höhe zu den größten Erhebungen der Hansestadt. In der Talsenke dazwischen liegt das Treppenviertel. Hier gibt es nur eine Straße (Blankeneser Hauptstraße), die sich in wilden Kurven nach unten schlängelt, die übrigen Häuser sind nur über Treppen mit zusammen ca. 5.000 Stufen erreichbar.
Am Süllberg liegt der Kaffeegarten Schuldt – Kaffee & Kuchen mit Ausblick. Seit 1877 ist der Kaffeegarten Schuldt ein charmanter Familienbetrieb, der in Blankenese für die schönsten Kaffeekränzchen sorgt und dabei den besten Blick auf Blankenese freigibt. Zu erreichen ist er über ein paar versteckte Stufen an der Süllbergterrasse.
Falkensteiner Ufer

Falkensteiner Ufer

Am Falkensteiner Ufer entlang führt der Weg von Blankenese über Wittenbergen und weiter bis nach Wedel.
Es lohnt sich ein Aufstieg auf den Waseberg zum Bismarckstein. Der Waseberg ist mit 87 m ü. NN die dritthöchste Erhebung der Hansestadt. Am Bismarckstein erwartet dich eine traumhafte Aussicht. Ein fantastischer Blick auf die Elbe bis nach Wedel und über die Inseln Schweinesand und Neßsand. Dieser Platz ist dem Mitbegründer der Holsten-Brauerei, Anton Julius Richter, zu verdanken, hier wollte er das Denkmal für den Reichskanzler errichten. Sein Plan wurde nicht verwirklicht, stattdessen wurde hier das Denkmal für gefallene Marinesoldaten gebaut.
Apropos Schweinesand: Die „Blankeneser Badedüne“ gilt als „Hamburgs schönster Strand“ und war bis Mitte des letzten Jahrhunderts eine beliebte und im Sommer oft überlaufene Freizeitinsel, die mit Motorbarkassen erreicht werden konnte und außer einem traumhaften weißen Badestrand einen herrlichen Blick auf die andere Elbseite (Blankenese) zu bieten hatte. Heute ist sie als Landzunge an der Ostseite des Naturschutzgebietes Neßsand nur mit eigenem Boot zu erreichen. Der Strand darf zwar betreten werden, aber ansonsten gehört Schweinesand ganz der Natur.
Aber zurück zum Blankeneser Waseberg: Auf dem Weg nach unten empfiehlt es sich durch den „Römischen Garten“ zu gehen. Eine Besonderheit ist der Park, weil er nicht wie die meisten Gärten und Parks am Elbufer als englischer Landschaftsgarten angelegt wurde, sondern im Jugendstil. Der Name Römischer Garten geht auf die Verwendung von südländischen Gestaltungsformen und Pflanzen zurück.
Am Elbstrand sieht man, besonders gut bei Niedrigwasser, die beiden Schiffswracks der MS Uwe und des finnischen Seglers Polstjernan.
Weiter westlich erreichst du den Strand von Wittenbergen. Am Strand angekommen, sticht als erstes der rot-weiß gestreifte Leuchtturm ins Auge. Er gehört sicher mit zu den meistfotografierten Leuchtfeuern in Hamburg.
Endpunkt des Elbuferwanderwegs ist das „Willkomm Höft“ am Schulauer Fährhaus. Jedes Schiff, das in den Hamburger Hafen einfährt oder diesen verlässt, wird an dieser Stelle begrüßt oder verabschiedet. Über eine Lautsprecheranlage auf einem Steg ertönt die Nationalhymne der vorbeifahrenden Schiffe, zusätzlich gibt es einen Willkommensgruß in Landessprache. „Willkommen in Hamburg, wir freuen uns, Sie in unserem Hafen begrüßen zu können“, heißt es dann aus der Lautsprecheranlage in allen erdenklichen Sprachen.

Alles über "Greets"

  • Dauer: zwei bis drei Stunden und absolut kostenlos
  • Max. 6 Leute, keine Kombination verschiedener Gruppen
  • Treffpunkt und genaue Route: nach Vereinbarung von Gast und Greeter*in
  • Anfragen: bitte spätestens zwei Wochen vor dem Wunschtermin
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