Mit den Hamburg Greetern zur Elbphilharmonie

Elbphilharmonie Icon
Dort, wo der Reichtum Hamburgs begründet wurde, steht die Elbphilharmonie als neues Wahrzeichen Hamburgs: im Zentrum des Hafens.

Das nach Meinung von Hamburger Musikfreunden außergewöhnlichste Konzerthaus der Welt ist von Weitem zu sehen,  wenn man die Elbe heraufschippert aber auch von vielen Punkten in der Innenstadt.

Als das Haus Anfang 2017 – mit erheblicher Verspätung und Kostensteigerung – eröffnet wurde, hielt sich das weltweite Medienecho für eine Woche auf dem Niveau der Bedeutung und Wahrnehmung New Yorks. Für eine offizielle Elbphilharmonie Führung muss man sich auch heute noch lange vorher anmelden. Aber jeder HafenCity Rundgang mit den Hamburg Greetern führt natürlich auch zur Elbphilharmonie.

Von unseren Gästen:

Highlight des Tages – vom Hauptbahnhof zur Elbphilharmonie

Eigentlich sollte an diesem Tag der Besuch einer Kinovorstellung in der Elphi unser Highlight sein, aber es kam anders. Wir trafen uns mit Frank am HH-Hbf. Von dort ging es in 2,5 Std. Richtung...

Die HafenCity und Elbphilharmonie aus Sicht eines Hamburgers

Vor 4 Jahren hat uns unser Greeter Klaus Hamburg aus seiner Sicht gezeigt. Das hat uns so gut gefallen, dass wir auch in diesem Jahr wieder einen Greet mit ihm machen wollten. Diesmal war seine Frau...

Auf der Plaza der Elbphilharmonie

Nach unserer Ankunft am Hamburger Bahnhof trafen wir uns mit unserem Greeter Andreas.Zuerst stand der Besuch auf der Plattform der Elbphilharmonie auf dem Programm.Der Ausblick auf die Stadt und...

Hamburgs neues Wahrzeichen

Elbphilharmonie The Tube - Foto: Michael Zapf

Endlose Rolltreppe

Lieber mit der „Tube“
Natürlich gibt es auch Fahrstühle, die Euch auf die Plaza der Elbphilharmonie bringen. Schöner ist aber die Fahrt mit der Rolltreppe, die ganz anglophil „Tube“ genannt wird.

Die Fahrt: fast so lang wie ein Beatles-Song
Mit zweieinhalb Minuten Fahrtzeit dauert es fast so lange wie ein kurzer Beatles-Song, bis die 82 Meter lange Rolltreppe euch auf die Plaza bringt. Nach Herstellerangaben ist die zweispurige, konvex gebogene Rolltreppe „die längste Rolltreppe Westeuropas und die weltweit einzige, die einen Bogen beschreibt“.
Für manche Hamburger war die erste Fahrt dennoch eine Enttäuschung, denn in der Presse war vor der Eröffnung zu lesen, dass die Fahrt fast sechs Minuten dauert; dann hätte es auch für einen Queen-Song gereicht…

Bauliche Eigenarten
Hinter den tausendfachen Glaspailletten an den Wänden verbergen sich übrigens keine Leuchtkörper, die Glasscheiben reflektieren nur die vorhandene Beleuchtung. Sie sind übrigens auch das dominierende Gestaltungselement des ElPhi-Merchandising.
Die Wölbung der Rolltreppe hat wohl mit Statik zu tun und damit, dass dadurch unter der Rolltreppe mehr Raum genutzt werden kann. Auch andere Erklärung drängt sich auf: durch die Wölbung sieht man von unten nicht, wie weit es insgesamt geht…

Belohnung am Ende
Die Fahrt endet auf 26 Meter Höhe, 11 Meter unterhalb der eigentlichen Plaza.
Erst kurz vor dem Ende der Fahrt ist zu sehen, dass man auf ein riesiges Panoramafenster zufährt. Der Blick ist aufregend: die Elbe hinab, hin zu Landungsbrücken, den „Tanzenden Türmen“ und zu den Containerterminals.
Wenn die Fensterscheibe gut geputzt ist, erkennt man sie zunächst kaum und nähert sich der Kante nur vorsichtig…
Eine kurze Rolltreppe später gelangt man hinauf zur eigentlichen Plaza.

Elbphilharmonie Hamburg - Großer Saal - Foto: Elbphilharmonie Hamburg © Gilda Fernandez

Großer Konzertsaal

Ein Weinberg am Hafen

Das gestalterische Highlight in der Elbphilharmonie ist der Große Saal mit seinen 2150 Plätzen. Gebaut ist er nach dem Weinberg-Prinzip, bei dem die Zuschauerrängen auf allen Seiten vom zentralen Podium angebracht sind. Wie beim Vorbild, der Berliner Philharmonie, befindet sich das Orchester also mitten im Saal.

Der gute Blick von allen Seiten

Gegenüber dem hergebrachten Modell „Schuhschachtel“, bei dem sich die Bühne an einer Seite eines rechteckigen Raumes befindet, bietet die Weinberg-Architektur den Vorteil, dass Zuschauer auf allen Plätzen einen guten Blick auf Dirigenten und Orchester haben.

Allerdings wird dieser Vorteil erkauft mit einer größeren Herausforderung hinsichtlich der Akustik: einerseits ist die Reflexion des Schalls an der vielgestaltigen Fassade schwieriger zu steuern und auch störende Echos sind schwerer zu vermeiden. Da konnte nur ein wahrer Meister der Akustik helfen.

Yasuhisa Toyota – ein Akustik-Designer macht’s möglich

Mit der Erfahrung von 60 über den Globus verstreuten Konzertsälen schien der Japaner Yasuhisa Toyota haargenau der Richtige, um aus der Elbphilharmonie ein Konzerthaus von Weltrang zu machen. Sein Motto: „Wenn man es als Akustiker schafft, dass das Publikum die große Distanz zur Musik nicht mehr wahrnimmt, hat man gute Arbeit geleistet.“

Eine erste wichtige Maßnahme erfolgte schon im Rohbau: der Konzertsaal ruht auf 360 Stahlfedern, so dass alle Außengeräusche absorbiert werden.

Toyota meisterte die Herausforderung mit Hilfe der „Weißen Haut“: Die Wände sind mit Tausenden von weißen Gipsfaserplatten verkleidet. Jede einzelne Platte ist in ihrer Oberfläche mit Winkeln und Vertiefungen an ihren jeweiligen Platz angepasst. Die optimale Verteilung des Schalls wird außerdem durch einen riesigen Reflektor unter der Decke unterstützt.

Elbphilharmonie Plaza Führung - Foto: Mediaserver Hamburg / Michael Zapf

Auf der Plaza

Wieso denn „Plaza“?
Die Elbphilharmonie-Plaza– gelegen zwischen dem alten „Kaispeicher A“ und dem darauf errichteten gläsernen Neubau der Elbphilharmonie – ist ein öffentlicher, zur Begegnung einladender Platz. Von der inneren Plaza führen Aufgänge zum kleinen und großen Konzertsaal der Elbphilharmonie. Außerdem zu finden: das Hotel „The Westin Hamburg“, der Info-Shop der Elbphilharmonie und die Snackbar „Deck & Deli“.

Auf beiden Seiten der Plaza – zur Wasserseite und zur Innenstadt hinüber – öffnen sich acht Meter hohe Durchgänge zur Außenplaza. Sie ermöglicht einen kompletten Rundgang um die Elbphilharmonie.

Vor beide Durchgänge haben die Architekten eine Art gläsernen Vorhang gespannt. Dadurch zieht es auf der Innenplaza auch bei Kälte und Wind nicht so sehr. Das gelungene Wellendesign „Vorhänge“ spielt – ebenso wie das Dach der Elbphilharmonie – auf den maritimen Kontext an. Windstille Sommertage bieten die Chance, dass die Vorhänge geöffnet werden können.

Plaza-Tickets
Der Zugang zur Plaza ist kostenlos. Um eine Überfüllung zu vermeiden, ist für den Zugang ein Ticket erforderlich, das jeweils den Eintritt in einem bestimmten Zeitraum ermöglicht.

Die kostenlosen Tickets gibt es direkt im Eingangsbereich der Plaza (im Sommer mit kleinen Wartezeiten) oder gegenüber im Ticketshop „Am Kaiserkai 62“.
Wer Wartezeiten vermeiden möchte oder zu einem festgelegten Zeitpunkt auf die Plaza möchte, kann im Internet zum Preis von 2 € pro Stück die Tickets auch im Voraus buchen.

Gut zu wissen

  • Gruppen mit mehr als 6 Personen benötigen kostenpflichtige Tickets (5 € pro Person).
  • Rauchen ist auf der Plaza verboten, ebenso das Mitführen von Hunden.
  • Über die Fahrstuhlgruppe B bietet die Plaza auch für Rollstuhlfahrer einen Zugang, barrierefreie Toiletten sind ebenfalls vorhanden.
  • Kinder unter 3 Jahren benötigen kein Ticket.
Elbphilharmonie Luftaufnahme - Foto: Mediaserver Hamburg / Maxim Schulz

ElPhi in Zahlen

Gewichtiges Bauwerk
Wenn die Elbphilharmonie mit ihren 200.000 Tonnen in einer Waagschale läge, bräuchte es zum Ausgleich entweder 722 A-380-Flugzeuge oder zweieinhalb Kreuzfahrtschiffe vom Typ„Queen Mary II“. 

12.500 Tonnen wiegt allein der große Konzertsaal: in zwei Betonschalen ruht er in 50 Metern Höhe auf 362 Stahlfedern. Auch das Tuten der größten Schiffe gelangt so nicht mehr in den Konzertsaal.

Noch mehr wiegt der verbaute Stahl: mit 18.000 Tonnen wurde mehr als doppelt so viel Stahl verwendet als beim Pariser Eiffelturm.

Solide Basis
Fast 1.800 Stützpfähle tragen die Elbphilharmonie. Da die Elbphilharmonie viel schwerer ist als der vorherige Kaispeicher A mussten rund 650 Pfähle neu installiert werden.

Flächen und Räume
Die Glasfassade der Elbphilharmonie besteht aus 1.100 individuell geformten Glaselementen und umfasst ein Fläche von etwa 16.000 Quadratmetern, das entspricht mehr als zwei Fußballfeldern.

Mehr als 10.000 Kacheln wurden für die Wandverkleidung im Großen Saal angefertigt. Sie bilden die „Weiße Haut“, die an jedem Platz eine optimales Klangerlebnis sicherstellt.

Der Große Saal umfasst übrigens 40.000 Kubikmeter.

Noch mehr Zahlen gefällig?

44 Apartments…
… zwischen 120 und 400 Quadratmetern liegen in der elbabwärts gelegenen Front der Elbphilharmonie. Quadratmeterpreise zwischen 15.000 und 25.000 Euro machen die Elbphilharmonie angeblich zum teuersten Wohnhaus Deutschlands.

82 Meter lang…
…ist die Rolltreppe hinauf zur Plaza in 37 Metern Höhe.

244 Zimmer…
… hat das Hotel „The Westin“.

520 Stellplätze…
…hat das Parkhaus der Elbphilharmonie, das sich im Bauch des alten Kaispeichers A befindet.

4765 Orgelpfeifen…
hat die Orgel im Großen Saal. Ihre Länge variiert zwischen elf Millimetern und zehn Metern.

Mehr wissen…

Für ein offizielle Elbphilharmonie Führung hilft diese Website weiter: https://www.elbphilharmonie.de/de/fuehrungen

 

Alles über "Greets"

  • Dauer: zwei bis drei Stunden und absolut kostenlos
  • Max. 6 Leute, keine Kombination verschiedener Gruppen
  • Treffpunkt und genaue Route: nach Vereinbarung von Gast und Greeter*in
  • Anfragen: bitte spätestens zwei Wochen vor dem Wunschtermin
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