Das KomponistenQuartier

 

Das KomponistenQuartier ist ein kleines aber feines Museum und in dieser Form einmalig in Deutschland. Es beherbergt Zeugnisse von 6 Komponisten und einer Komponistin, die in Hamburg geboren sind oder über längere Zeit dort tätig waren. In der Neustadt, in der Peterstraße, fügt es sich in die Fachwerkbauten des Beyling-Stifts ein, das allein wegen seines Innenhofgartens mit seinen lauschigen Sitzecken neben Rosensträuchern und einem Springbrunnen einen Besuch wert ist. Während der Frühlings- und Sommermonate ist das eine besondere Oase inmitten der Stadt. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist das KQ sehr gut zu erreichen: U-Bahn St. Pauli, S-Bahn Stadthausbrücke

Hamburgs Musiker und das Komponistenquartier

Unser Greeter Joachim hatte im Vorfeld unsere Interessen abgefragt und war pünktlich am Treffpunkt. Mit Schwung und guter Laune ging es durch Alt- und Neustadt - durch die Deichstraße und das...

Brahms, Mahler, Telemann und mehr

Hinweisschild KomponistenQuartier

Was bietet das Museum?

Neben zahlreichen Notenbeispielen und historischen Instrumenten, z.B. dem Hitchcock-Spinett von 1730, einem Nachbau des Tafelklaviers, das C.P.E. Bach (Sohn Johann Sebastians) sehr gern eingesetzt hat, einem Cembalo und einem Hammerklavier von 1820 gibt es viele akustische Dokumente und Kurzfilme an interaktiven Stationen, die Einblicke in die Hamburger Musiktradition geben. In dem Gebäudeteil, der Brahms gewidmet ist, steht u.a. das Klavier, an dem Brahms unterrichtet hat. Einige Instrumente können von kundigen Besuchern gespielt werden. Ein Opernmodell des 18. Jahrhunderts mit beweglichen Kulissen zeigt, wie ein Theater damals funktionierte.

Planetarium Hamburg - Sternensaal - Foto: Jan-Rasmus Lippels

Komponisten in Hamburg

Das Museum zeigt Instrumente und Dokumente aus dem Leben und Werk von Georg Philipp Telemann, Carl Philipp Emanuel Bach (Sohn von Johann Sebastian), Johann Adolph Hasse, Fanny und Felix Mendelssohn, Gustav Mahler und Johannes Brahms. Bach und Telemann waren als Musikdirektoren der Stadt tätig und leiteten die schon im 18. Jahrhundert existierende, erste von Bürgern finanzierte Oper Europas am Gänsemarkt.

Hammerflügel (C) Dethling

Was ist das Besondere an diesem Museum?

Besucher werden liebevoll und mehrsprachig von ehrenamtlichen Mitarbeitern betreut, die sich als enthusiastische Botschafter/innen der Einrichtung verstehen und so manche Fragen beantworten können. Recht oft kommen Künstler, die gerade in Hamburg auftreten, vor oder nach ihren Konzerten zu Besuch und geben manchmal spontan Privatkonzerte zur Freude der Besucher. Das Gästebuch ist voller begeisterter Kommentare. Die Eintrittskarte gilt für den ganzen Tag, und manche Besucher halten sich stundenlang auf, um möglichst viele Musikbeispiele genießen zu können, oder sie unterbrechen ihren Besuch durch das Mittagskonzert im nahegelegenen Michel. Gruppenführungen in verschiedenen Sprachen können über das Büro des KQ gebucht werden.

Es gibt auch einen kleinen aber feinen Museumsshop mit CDs der Komponisten, Büchern und musikalischem Zubehör. Geöffnet ist grundsätzlich von 10 bis 17 Uhr – derzeit wird ein neues Öffnungskonzept erarbeitet, das auch einen langen Donnerstag vorsieht. (Weitere Informationen siehe Website.) Für einen Besuch kann man gut und gerne 1 Stunde und mehr einplanen.

 

Aussenansicht KomponistenQuartier

Was gibt es sonst noch?

Am nahe gelegenen Großneumarkt und in den Seitenstraßen befinden sich zahlreiche Restaurants und Kneipen aller Couleurs. Trendige Läden und ein Jazzkeller (Cotton Club) ergänzen das Bild. Das Museum selbst beherbergt das Restaurant „Kleinhuis“. Ganz in der Nähe, Hütten 40 – 42, liegt das ehemalige Polizeigefängnis, in dem zur Zeit des Nationalsozialismus deutsche Juden inhaftiert und anschließend in Konzentrationslager deportiert wurden. Geht man die Peterstraße bis zum Holstenwall, gelangt man zum Hamburg Museum und in die Wallanlagen, die einen entspannten Spaziergang bis ins Stadtzentrum erlauben. Im Winter öffnet dort auch eine großflächige Eisbahn.

Alles über "Greets"

  • Dauer: zwei bis drei Stunden und absolut kostenlos
  • Max. 6 Leute, keine Kombination verschiedener Gruppen
  • Treffpunkt und genaue Route: nach Vereinbarung von Gast und Greeter*in
  • Anfragen: bitte spätestens zwei Wochen vor dem Wunschtermin
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