Fischmarkt Hamburg sehen

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Erst ab 1934 gab es einen einzigen Hamburger Fischmarkt. Altona vor den Toren Hamburgs hatte bis dahin seinen eigenen Fischmarkt. Zwischen dem Hamburger und dem Altonaer Fischmarkt gab es eine jahrhundertelange Rivalität.
Heute zieht der Fischmarkt jeden Sonntagmorgen viele Frühaufsteher und Touristen an.
Im Jahr 1900 erschuf der Bildhauer Paul Türpe den Stuhlmannbrunnen vor dem Altonaer Bahnhof. Er stellt die Rivalität allegorisch als Kampf von zwei Kentauren um einen Fisch dar.

 

Aale, Aale, Aale u.v.m. – der Hamburger Fischmarkt

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Feierabendbier am Fischmarkt

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Von der Fischauktionshalle bis zum Schellfischposten

Fischauktionshalle - Foto Susanne Goldschmidt

Fischauktionshalle von Altona

Die ursprüngliche Fischauktionshalle von 1895/96 wurde lang und schmal gebaut, 103mx22m für unterschiedliche Nutzung. Sie sollte Räume für Versteigerungen, Lagerung von Geräten, sowie Verpackung und Versand von Fischen haben. Netze sollten hier geflickt werden, und außerdem sollte reisenden Händlern eine Unterkunft geboten werden können.
Die Fischauktionshalle ist eine Stahl-Glaskonstruktion, die durch zahlreiche Fenster viel Licht in die Räume lässt. Im Inneren sollte es nicht nur hell sein, und so dienten die vielen Fenster auch als Belüftung.
Im Krieg wurde die Halle stark beschädigt. Von 1982-84 wurde die Fischauktionshalle nach langen Diskussionen restauriert und ist seither ein beliebter Veranstaltungsort.
Die Hamburger hingegen bauten bereits 1871 ihre erste Fischauktionshalle auf St Pauli in der Hafenstraße. Die Halle lag ungünstig. Die Fische mussten über glitschige Stufen hinuntergetragen werden. Die Kohledampfer aus England legten in der Nähe an. Der oft wehende Westwind überschüttete die Fische zuweilen mit Kohlenstaub.
1898 entstand eine neue große Halle aus Eisenfachwerk und Backstein. Schon 1906 war diese Halle zu klein geworden. Von 1915 an wollten die Altonaer und Hamburger Fischer einen gemeinsamen Fischmarkt, dieser kam jedoch erst 1934 zustande.
Die Hamburger Fischauktionshalle wurde 1971/72 komplett abgerissen.

Hamburger Fischmarkt - Foto: Mediaserver Hamburg

Hamburger Fischmarkt damals und heute

Nicht nur Fisch, sondern auch Obst, Gemüse, Pflanzen und lebende Kleintiere, wie Hühner, Brieftauben und Kaninchen wurden und werden auf dem Altonaer Fischmarkt zur Versorgung der Bürger verkauft.
Damit der gefangene Fisch nicht verdarb, durfte dieser sonntags vor dem Kirchgang verkauft werden. Traditionell beginnt der Fischmarkt bis heute im Sommer morgens um 5.00 Uhr und im Winter um 6.00 Uhr. Um 10.00 Uhr ist dann alles vorbei.
Hier treffen sich Sonntagmorgens Nachtschwärmer, Touristen oder eben diejenigen, die für das Sonntagsfrühstück besonders frischen Fisch suchen.
Beliebt sind die Marktschreier, die ihre Aale (Aale Dieter), Bananen und Pflanzen anpreisen und den Kunden das Gefühl geben für wenig Geld viel Ware zu erhalten, ja fast geschenkt zu bekommen.
Wer schöne Blumensträuße, guten Fisch und Obst zu günstigen Preisen sucht, wird hier erst nach 9.30 Uhr fündig, wenn dann wirklich alles „raus“ muss.
Ein Abstecher in die alte Fischauktionshalle lohnt immer. Zum Frühschoppen/Brunch spielen Bands ein lautes, buntes Programm und vielleicht findet sich auch ein Plätzchen, um sich aufzuwärmen, denn Sonntagmorgens kann es sehr kalt sein auf dem Fischmarkt.

Filmkulisse Fischmarkt - Foto: Susanne Goldschmidt

Hamburger Fischmarkt als Filmkulisse

In vielen Filmen und Serien ist der Fischmarkt und die Umgebung verewigt.
Wer sehen will, wie der Fischmarkt und seine Umgebung vor 30 Jahren ausschaute sollte, sich von Wim Wenders den „amerikanischen Freund“ ansehen.
Oder, noch schöner: In dem Film „Taxi“ nach dem Buch von Karin Duve stiehlt der Hamburger Fischmarkt zu allen Tag- und Nachtzeiten den Schauspielern die Schau.
In den Serien „Großstadtrevier“ und „Hamburg Hafenkante“ fehlt der Fischmarkt ebenfalls nicht.
Hamburg ist als Drehort für viele nationale und internationale Filmschaffende nicht nur wegen der Kulissen attraktiv, sondern auch weil sie für die Nutzung der öffentlichen Flächen nicht bezahlen müssen.
Die „Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein“ (FFHSH) fördert Film- und Fernsehproduktionen aller Genres, Hauptsache sie werden in Hamburg gedreht.
Und so sind Hamburg und der Fischmarkt oft in Filmen zu sehen.

Fischmarkt - Hafengeburtstag - Foto: Mediaserver Hamburg

Fischmarkt und Hafengeburtstag

Fischmarkt und Hamburger Hafengeburtstag Anfang Mai gehören untrennbar zusammen. Besonders eindrucksvoll ist die Ein-und Auslaufparade der Schiffe vom Fischmarkt direkt am Wasser zu beobachten. Man ist hier mittendrin im Trubel.
Jedes Jahr schippern mehr als 300 Schiffe aus aller Welt und jeden Alters und Bauweise zum größten Hafenfest der Welt.

Ein besonderes Erlebnis ist es, wenn man am Fischmarkt selbst auf ein Schiff steigt und an der Parade teilnimmt. Fast einen ganzen Tag lang verbringt man auf der Elbe und trifft auf kleine Segelschiffe, die in Hamburg ihren Heimathafen haben bis hin zu großen Seglern, wie die Alexander von Humboldt, das Werbeschiff von Beck’s Bier oder die Kruzenshtern, eine russische Viermastbark. 

Die Kreuzfahrtreedereien sorgen dafür, dass das eine oder andere Kreuzfahrtschiff dabei sein kann.
Stückgutfrachter, Löschboote, Feuerschiffe, Ewer und Bugsierschlepper fehlen ebenfalls nicht. Ein dichtes, koordiniertes Gedränge auf der Elbe.

Viele der Schiffe haben ihren Liegeplatz im Traditionsschiffhafen oder im Museumshafen Övelgönne und können dort besichtigt werden.

Fischmarkt bei Sturmflut - Foto Susanne Goldschmidt

Der Fischmarkt und die Sturmflut

In manchen Jahren wird der Fischmarkt mehr als einmal von einer Sturmflut überschwemmt. Zwischen Oktober und März kann bei stürmischem Wetter die Elbe über die Ufer treten. Die Fischauktionshalle und alle drumherumliegenden Gebäude sind entsprechend gegen das Hochwasser gesichert. Die Flutschutztore werden geschlossen, Schotten zu Kellerräumen und Garagen geschlossen und parkende Autos in Sicherheit gebracht.

An den meisten Häusern sieht man Markierungen, wie hoch die Flut in welchem Jahr gestiegen ist. Der derzeit höchste Wasserstand durch eine aufgetretene Sturmflut war 1976. Der Klimawandel macht sich leider bemerkbar – besser gesagt: er ist bereits Realität. Der Fischmarkt ist seit einigen Jahren öfter und höher durch Sturmfluten „unter Wasser“ als noch im letzten Jahrhundert.

Fischmarkt - Schellfischposten- Foto Susanne Goldschmidt

und nach dem Besuch des Hamburger Fischmarkts…

…geht man ein Stück weiter die große Elbstraße entlang und landet auf einen Frühschoppen mit einem Heringsbrötchen beim „Schellfischposten“ oder der „Haifischbar“.
Der Schellfischposten ist eine der ältesten Seefaherkneipe in Hamburg. Der Schankraum ist winzig klein und war früher das Wartehäuschen für die Arbeiter, die zum Fischmarkt fuhren. Die Haltestelle hieß Schellfischposten, weil die Schellfischbahn in der Nähe den Fisch aus dem Hafen zum Bahnhof Altona transportierte.
Heute kann man die Kneipe für private Feiern mieten. Wenn nicht gerade die NDR-Late Night Show „Inas Nacht“ aufgezeichnet wird oder eine Feier stattfindet, ist es eine urige alte Kneipe. Unter der Decke hängen zahlreiche Souvenirs, die von Matrosen aus aller Welt mitgebracht wurden.
Im Sommer kann man gut vor der Tür sitzen und sich den Betrieb auf der Elbe und am Ufer anschauen.

Die Haifischbar direkt um die Ecke hat ihren Namen der Unterhaltungsshow „Haifischbar“ geliehen. Das NDR-Fernsehstudio wurde zu diesem Zweck in die typische Kulisse einer Hamburger Hafenkneipe umgestaltet. Ach ja, diese Show lief von 1962-1979.
Die Haifischbar selbst ist größer als der Schellfischposten, genauso alt und ebenfalls dekoriert mit viel maritimem Flair.

Alles über "Greets"

  • Dauer: zwei bis drei Stunden und absolut kostenlos
  • Max. 6 Leute, keine Kombination verschiedener Gruppen
  • Treffpunkt und genaue Route: nach Vereinbarung von Gast und Greeter*in
  • Anfragen: bitte spätestens zwei Wochen vor dem Wunschtermin
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