Der heutige St. Marien-Dom im Stadtteil St. Georg wurde 1893 als St. Marien-Kirche im neuromanischen Stil geweiht – der erste katholische Kirchenneubau in Hamburg seit der Reformation. Seit 1995 ist er die Kathedrale des Erzbistums Hamburg und damit die jüngste Bischofskirche Deutschlands.
Sein Name knüpft bewusst an den Alten Mariendom an, der jahrhundertelang am heutigen Hammaburg-Platz (früher Domplatz) im ältesten Siedlungskern Hamburgs stand. Dieser mittelalterliche Dom, dessen Wurzeln bis ins 9. Jahrhundert zurückreichen, verlor mit der Reformation seine Funktion als Konkathedrale, verfiel zusehends und wurde 1804/05 abgerissen. Erinnert wird an ihn heute nur noch durch Straßennamen wie Domstraße sowie durch Bodenmarkierungen, die seinen einstigen Grundriss nachzeichnen. Der Alte Mariendom gab zudem dem Volksfest „Hamburger Dom“ seinen Namen, da Markthändler dort einst bei schlechtem Wetter Unterschlupf suchten.
Der neue Mariendom in St. Georg besitzt heute einen kleinen Domplatz, der erst durch Kriegszerstörungen entstand, sowie ein eindrucksvolles Apsismosaik – ein bewusster Brückenschlag zwischen alter und neuer katholischer Tradition in der Hansestadt.
https://www.mariendomhamburg.de/
