Hochinteressant! Unsere Greeterin Helga holte uns am Fähranleger Neumühlen ab und wusste gleich einige interessante Sachen über den Museumshafen zu berichten. Danach unternahmen wir einen kleinen Spaziergang oberhalb des Elbstrandes. Mein Fazit: Es ist gar nicht so begehrenswert, dort ein Häuschen zu haben, wie es aussieht. Die Lage ist zwar einmalig, aber auch beschwerlich. Denkt doch in euren Wunschträumen auch einmal daran, wie eure Einkäufe ins Haus kommen 😉 ???? Auch ein Spaziergang entlang der wunderschönen Elbchaussee beraubte uns des Wunsches, dort eine Villa haben zu wollen. Man kann ja kein Fenster aufmachen. 🙁

Dafür war der Blick vom Altonaer Balkon über die Elbe wunderschön. 🙂 Weiter ging es vorbei am Altonaer Rathaus und dem wirklich beeindruckenden Stuhlmann-Brunnen in Richtung Ottensen. Dieser Stadtteil überraschte uns mit vielen alten, sehr gut erhaltenen (Industrie)-Gebäuden. Mit viel Mut und Einsatzbereitschaft setzen sich die Bewohner von Ottensen für IHREN Stadtteil ein. Deshalb wurden die alten Industriegebäude nicht einfach nur abgerissen und durch neue glatte Betonfassaden ersetzt, sondern in ihrer Bestimmung umgewandelt. In einer ehemaligen Schiffsschraubenfabrik findet man jetzt unter anderem eine Kinderbetreuungsstätte, ein Kino mit 3 Sälen, verschiedene kleine Geschäfte und das berühmte Restaurant Eisenstein. Auch ein bekannter Supermarkt (Rewe) wird von einem Hinterhofdomizil in die denkmalgeschützte Zeisehalle umziehen und dort nicht nur Lebensmittel, sondern auch Kunst anbieten 🙂 In Ottensen gibt es viele kleine überaus kreative und gemütliche Geschäfte und Cafés und natürlich auch ein Einkaufszentrum. Aber auch das ist etwas besonderes. Dieses beherbergt unter seinem Betonfundament die Gebeine orthodoxer Juden und in seinen Räumlichkeiten nicht nur Shops, sondern auch eine Kinder- und Seniorenbetreuungsstätte, Anwälte, Ärzte und Physiotherapeuten.

Ich glaube, Helga hat mich mit ihrer Liebe zu IHREM „Dorf“ angesteckt. Ihr seht also, es war ein gelungener Ausflug, aber gut zu Fuß muss man schon sein, wenn man mit Helga unterwegs ist 😉